Dienstag, 12. Juni 2018

Vorteile indirekter digitaler Kommunikation vs digitales hetzen als Führungsprinzip

kommunikation reduzieren mit einem Einfachst-Handy
Indirekte Kommunikation - SMS, Whatsapp oder E-mail ... durchaus denkbar bis hin zum Bot - hat viele Vorteile und kann die Effizienz der täglichen Zusammenarbeit erheblich steigern. 

Denn nicht immer braucht es direkte Kommunikation, wie ein Gespräch oder Telefonat. Doch es bedarf des differenzierten Einsatzes und Umgangs mit diesen Formen der Kommunikation.

Der Wunsch auf sofortige Antwort auf SMS oder Whatsappnachrichten stört Arbeitskonzentration und zerstört die Vorteile dieser zusätzlichen Kommunikationskanäle: differenziert nach Dringlichkeit und oder Erreichbarkeit eingesetzt zu werden.


Rück-Eroberung des Feierabends durch verzögerte Erreichbarkeit!

Ausnahmem bestätigen die Regel: n einer Besprechung kann eine digitale Nachricht als dezente Option unmittelbarer Kommunilation genutzt werden. Jedoch ist es in anderen Situationen eher ähnlich einem Anrufbeantworter ähnlich einzusetzen.
Manch Kollege und Chef versucht die SMS, mail oder Messangernachricht dagegen als Basis Kommunikationsinstrument einzusetzen. Das kann die Mitteilungseffizienz durchaus steigern. Es sollte aber überlegt werden, ob der Empfänger ähnliche Vorteile erlebt oder im undifferenziertem Mitteilungswahn der verschiedenen Kanäle der Bürokommunikation Arbeitszeit und evtl auch Motivation verliert.
Eine hastig geschrieben Mail in den Urlaub, welche sich dann drei Mails und SMS später als obsolet oder zeitlich weniger drängend herausstellt, ist für die Effizienz des gesammten Betriebs eher nachteilig.
Um zurück in den flapsigen Ton dieses Büro Blogs zu gelangen: mich erreichte eben im Kurzurlaub die Frage ob ich einen Tag vor Urlabsende zu 9 Uhr in die Firma kommen könne. Anzwort: wenn wichtig, dann selbstverständlich. Daher die Rückfrage, worum es ginge. Per SMS kam nur die Info, dass ich doch gesagt hätte, ich würde nicht verreisen und 0930 ginge auch. Die SMS Kommunikation wurde mit "Einen schönen Abend und gute Nacht" abgeschlossen. Gleichzeitig zeigte mein maileingang auf dem Smartphone eine E-mail an. Zu lesen die Frage, warum ich eigentlich kein Whatsapp installiert hatte und ein paar Hinweise zu Modernität und Offenheit für junge Kommunikationsformen. "Wir wissen ja nie, wo Sie sind" konnte ich lesen.
Meine Reaktion: ich habe das uralt Handy ohne jegliche Internetfunktionen rausgesucht. Das ist Stufe 2 der Rückgewinnung der Privatsphäre nachdem ich Whatsapp schon vor längerer Zeit deinstalliert habe. Auch Instagram, Snapchat, Facebook und diesen Blog habe ich neu eingerichtet, dass Firma und Kollegen mich darüber nicht finden. Denn dazu liebe ich meinen Job zusehr, um ihn mir durch übermässige - fast schon übergriffige Nutzung indirekter Kommunikationskanäle madig machen zu lassen. Ich will ja erreichbar sein und mich für das Unternehmwn einsetzen, mich fortbilden und loyal sein. Daher sollte das Thema Kommunikationskultur in Unternehmen immer mal wieder hinterfragt werden. Denn die Vorteile der Nutzung aller Kanäle können durchaus überwiegen. Es geht aber um Kommunikation statt Aufforderungskultur und Aufmerksamkeitsonanie.
Schöne abschliessende Begrifflichkeit, oder?

Back to uralthandys, die neue Streikkultur?  Statt Bummelstreik ein Erreichbarkeitsstreik!

Ist sowas eigentlich eine Fragestellung, wo ein Betriebsrat Sinn macht?

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